Samstag, 15. September 2018

Subjektwerdung der Frau als Mutter

- ich verändere mich grundlegend und doch bin ich die Gleiche
- ich fühle mich oft Zerrissen zwischen dem Gefühl mehr Zeit für mich haben zu wollen, mich im Beruf zu verwirklichen und der Sehnsucht nach meinen Kind, und dem Wunsch meinem Kind eine gute, evtl. bessere Mutter sein zu wollen als die Eigene es war
- durch die enge Symbiose mit meinem Kind bin ich der archaischen Gefühlswucht ausgeliefert und gleichzeitig mit den Gedächtnisspuren aus der eigenen frühen Kindheit konfrontiert
- ich lebe in einem Paralleluniversum der Elternschaft - es scheint als gebe es eine strikte Trennung zwischen Eltern und dem Rest z. B. gibt es kaum integrierte Spielecken im Cafés oder Geschäften etc. Ein Dreieckstanz zwischen Spielplatz, DM und zu Hause. Wenn ich mich als kinderloser Mensch nicht mit dem Thema Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft/Vaterschaft auseinandersetzen will, kann dem ohne Probleme entgehen.
- noch immer werde ich von vielen in der Gesellschaft und in der Familie als Objekt wahrgenommen, dass keine eigene Gefühle und Bedürfnisse haben darf. Es gibt wenige differenzierte Studien des Erleben der Mutter in der Psychoanalyse. Oft geht es eher ins Gegenteil - die Mutter ist das Zentrale Objekt der Schuld an dem Versagen des Kindeswohls.

Freitag, 14. September 2018

69 Abschiebung zum 69. Geburtstag von Seehofer

Das ist nicht mehr zynisch, es nicht die Banalität des Bösen, sondern böse. Es ist das alte, neue Böse.

Samstag, 14. Juli 2018

Kleine Juwelen

Ich weiß gar nicht, ob ich es noch unbedingt gut heißen mag, dass ich gerade so viele Filme sehe und mich kaum mehr erinnern kann, dass ich abends noch etwas anderes tue. Nur als noch frische Mutter, die noch nicht richtig in ihren Schlafrhythmus gefunden hat und einen so lebendigen jungen Mann von Tag zu Tag aufs Neue bändigen darf, bleibt mir gar nicht viel anderes übrig. Nun gut und dazu kommt natürlich noch, dass ich schon immer furchtbar gerne Filme gesehen habe... und mensch kann sagen, dass es ein bisschen zu meinem Sport geworden ist, besondere Juwelen herauszufiltern. Und diese war in den letzten Monaten:
Schwarzer Panther: zwei Geschwister verbindet nicht nur der Tod ihrer Eltern, sondern auch die Liebe, auch die Erotische. Die Schauspieler überzeugen, die Stimmungen und ambivalenten Gefühle sind sehr glaubwürdig in wunderschönen Bildern festgehalten.
Catching Feelings:Eine Liebeskomödie, die in Südafrika spielt mit sehr erfrischenden und scharfen Dialogen. Mehr von der anderen Seite dieses Planeten, bitte.
Blind und Hässlich: Ich habe lange nicht mehr so herzlich gelacht. Die Komik des Filmes ist wirklich köstlich. Es ist so wunderbar schräg. Könnte es nicht eine Serie davon geben! Ja, entschuldige ich vergaß - ich glaube nicht, dass in Serienformat tatsächlich diese Kunst möglich ist.
The Square: Was will uns die zeitgenössische Kunst sagen und wo ist die Moral geblieben? Gewiss in die Riege "schräg" und "eigenwillig" einzuordnen, aber deswegen eben so reizvoll ;-)
Call me by your name: Nicht nur die schönste Liebesgeschichte des Jahres! Dieser Film ist der wahre Beweis dafür, dass es keine homoerotische Liebe gibt, sondern Liebe. Ungekannte Sehnsüchte werden freigesetzt und ist noch einen Monat danach noch am Schweben (zumindest, wenn mensch regelmäßig die verzaubernde Filmmusik hört)

to be continued...

Freitag, 13. Juli 2018

Der Meteorit schlägt zu

oder doch nicht ganz. Nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen.
Ich hatte gestern eine etwas schräge Erfahrung in einem Kundalini-Yoga-Kurs. Ich habe während der Schwangerschaft und auch postnatal an mehreren Kursen teilgenommen und für mich erfahren, wie befreiend für mich diese Yogaform sein kann. Durch die starken Anspannungsphasen und dann wieder die des Loslassens bewirkt das Kundalini-yoga bei mir durch diese enge Verknüpfung von Körper und Geist, dass ich besser an meine tiefen Gefühle komme. Diese werden (wahrscheinlich) aus dem Unterbewussten geborgen und entfalten sich, so dass ich sie dann spüren und loslassen kann. Ein sehr schöne und reinigende Erfahrung.
Da ich auch nach Schwangerschaft und Elternzeit mit nun vielen Schwerpunkten wie Kind, Ausbildung, Arbeit ab und zu mal etwas innere Reinigung gebrauchen kann, dachte ich es wäre keine schlechte Idee einen weiteren Kurs zu beginnen. Ich bin dann sogar in einen anderen Bezirk gefahren, weil eine Lehrerin besonders gutes Feedback bekommen hatte. Besonders gut, kann ja auch für jemand anderen besonders schlecht heißen. Das musste ich jedenfalls erfahren. Sie erzählte relativ lange über Gott und Ihre Welt, was bei mir schon einen Widerstand aufbaute. Schließlich empfand ich jede Übung aufs neue als pure Anstrengung - ohne diese wieder abgeben zu können. Ich hatte den Eindruck sie will uns geradewegs in den psychotischen Zustand treiben (äh Erleuchtung natürlich) - was sie sogar anfangs ansprach - es gäbe Menschen, die nach der Stunde nicht mehr wüssten wie sie heißen. Ersten weiß ich nicht genau, ob ich das anstrebe. Zweitens empfand ich dadurch einen wahnsinnigen Druck - auf Biegen und Brechen mich bzw. mein Ich zu brechen. Aber warum ich diesen Beitrag überhaupt schreibe - die heißersehnte Entspannung kam mit Ruhe anstatt mit wohltuender Seuselmusik und dann einem schleichenden immer lauter werdenden bedrohlichen Geräusch. Irgendwann hatte ich nur noch das Bild eines riesigen schwarzen Meteoriten vor mir, der unaufhaltsam auf uns zukommt und das völlige Nichts bzw. den Tod unser Aller bedeuten soll. Meine Vorstellung war vielleicht ein bisschen vergleichbar mit dem Film "Melancholia" von Lars von Trier. Ich merkte wie sich alles in mir zusammenzog und ich zum einen nicht wahr haben wollte, dass diese blöde Kuh von Yogalehrerin uns dies gerade tatsächlich antut und zum anderen mit richtigen Verlustängsten zu kämpfen hatte. Ich sah nur mein kleines 15 Monate altes Kind vor mir und das ich es gerade jetzt furchtbar vermisste. Als der schwarze Todesbringer wohl kurz vor den Yogazentrum zu sein schien - d. h. die Anlage kurz vorm explodieren war - Ja es war tatsächlich unglaublich laut - unglaublich- öffnete ich meine Augen und hoffte nur, dass dieser schlechte Film (Lars von Trier macht auf jeden Fall bessere auch, wenn diese sich auch oft kurz vor der Schmerzensgrenze befinden) bald sein Ende nimmt und sie einsieht, dass sie nicht Gott spielen kann. Auch wenn ich wohl nicht so schnell wieder kommen werde (höchstens ich möchte bald wieder einen Eintrag schreiben ;-) hat es in mir die Frage hinterlassen oder besser gesagt die Antwort: Ich habe die größte Angst mein Kind zu verlieren. Und darauf stellte sich für mich eine weitere Frage: was wäre vor der Geburt meines Sohnes gewesen - wen oder was hätte ich gesehen? Nichts, mich und mein Leben an mir vorbeirauschen, meinen Mann, meine Freunde. Ich weiß es nicht.

Datenschutz - tricky thing

Ein kurzer, aber dennoch sehr wichtiger Beitrag zum aktuellen Thema Datenschutz. Ich wäre gerade beinahe nicht mehr in meinen Blog gekommen. Ich habe mal wieder mein Passwort vergessen. Oder kann es vielleicht sein, dass das hier ursprünglich gar nicht mein Blog ist, sondern ich mich nur als die Schreiberin dieses Blogs ausgebe?   - Wer weiß es?- Es ist also ein Leichtes einen wildfremden Blog weiterzuführen oder einfach mal ein paar Beiträge zu verfassen bzw. in die Daten die dort, eigentlich für den Leser nicht sichtbar sind, einzusehen. Ich hatte nämlich keinerlei Erinnerung an ein Code oder sonstiges, so dass ich zuletzt gefragt wurde, wann der Blog erstellt wurde. Dies war sehr leicht herauszufinden, indem ich einfach einen Blick auf den ersten Eintrag warf... und zack war ich drin. Nun weiß ich nicht ob ich das gut oder schlecht finden soll. Das bringt es wahrscheinlich auf dem Punkt. Die Verführung ist meist zu groß schnell ein Bedürfnis befriedigt zu bekommen, als tatsächlich langfristig zu schauen, was birgt es für negative Aspekte.

Donnerstag, 22. Februar 2018

Krabbeloffensive

Sobald Frau Mutter ist – nein halt ich korrigiere- sobald wir Eltern werden , ist es als betreten wir ein Pralleluniversum (wenn es Mann zulässt). Das Wort Universum übertreibt dabei kein bisschen, denn wenn ich auch davor keinen blassen Schimmer hatte wie viele Angebote es geben kann und wie weit diese mein alltägliches Leben bestimmen, so ist es beachtlich in was für Welten wir eintauchen.
Spätestens im achten Monat, wenn dein Kind die ersten Krabbelbewegungen macht oder sei es sich wild durch die Wohnung zu rollen, ist die Mutter in Elternzeit – oder wohlgemerkt der seltene Mann in Elternzeit mehr als dankbar für jede Beschäftigung außer Haus. Fünf Tage 24-Stunden Bespaßung ist selbst bei der tapfersten Mutter/Vater nicht drin und etwas soziale Kontakte für das Kind und nebenbei für die Mami oder den Papi kann nicht schaden.
Bei uns kam wieder einer dieser Tage, wo ich daran dachte mal wieder etwas Neues auszuprobieren. Die Initiative in einen angrenzenden Stadtteil von uns hatte einiges geboten und da ich noch in keiner Krabbelgruppe war, wäre dies doch mal eine willkommene Abwechslung zu Delfi (nein, wir lauschen keinen Delfingeräuschen) und Mamayoga. Als ich relativ pünktlich in die Etagenwohnung stolperte, standen da schon einige Kinderwägen. Doch ich sollte mich täuschen im Krabbelraum befand sich lediglich – ein Vater. Oh auch noch ein Vater – dies ist leider immer noch eine Seltenheit. Nur dieser stürmte mit seinem kleinen Sohn gen Tür, so dass ich wohl ein recht verzweifelten Gesichtsausdruck machte, wonach er mich gleich schien beruhigen zu müssen. Nein, nein – kein Angst, er würde gleich wieder kommen. Somit war das Eis schon gebrochen. Naja fast – vielleicht zu sehr. Ich fand ihn ganz sympathisch den Vater von dem etwas müden Max, der seinen ersten Tag im Kindergarten hinter sich hatte. (Nun gut – eine Stunde alleine mit Papa und der Bezugserzieherin- aber immerhin). Die dezente Wahrnehmung von der Polarität von Mann und Frau in einer Krabbelgruppe sollte uns etwas in unserer Unterhaltung irritieren. Aber zum Glück wurden wir alsbald aus  unserer Zweisamkeit – ich meine doch Viersamkeit gerissen ;-) Da kam sogleich eine Mutter mit Zwillingen mit süßen Schnürwollmützen bekleidet. Sie kamen wohl gerade aus dem Garten, wie die Mutter es nannte. Ich stellte mir gleich einen romantischen Garten mit Äpfelbäumen und Gemüsebeeten aus meiner Kindheit auf dem Lande vor – später wurde dieses Bild vom Hinterhofrasen mit Betonuntergrund etwas getrübt. Aber viel interessanter war, dass die Mutter sowie die Kinder – Erde und Rotzverschmiert im Gesicht (und das wohlgemerkt die ganze Krabbelstunde lang) mit reinen Wollklammotten auch tatsächlich dieser Vorstellung entsprachen. Und dann hieß eines der Zwillingsmädchen auch noch nach Ronjaräubertochters Mutter und die einjährigen Mädchen konnten schon die Baumhausstrickleiter ähhh ich mein doch die Hochbettleiter im Kinderzimmer hochklettern. Später erzählte mir eine andere interessante Darstellerin der Gruppe, dass die Mützchen auch jedes Mal während des ganzen Spektakels anblieben. Naja, entweder die Zwillingsmutter hatte uns belauscht oder das stimmt nicht ganz so, nach weiteren 15 Minuten waren die Mützchen unten. Witzigerweise hatte diese Mutter selbst eine Mütze auf von der sie sich nicht trennen konnte und wunderte sich, dass ihr Sohnemann auf die Zwillinge mit ihren Mützchen stand. Irgendwie bleibe ich immer an den sonderbarsten Müttern kleben. Dieses Mal war es eben diese Mutter mit Mütze, dessen Sohn auch einen schwarzen Vater hat. Sie erzählte mir, dass sie lediglich zu der Krabbelgruppe gehe und den Rest der Woche viel mit Andre in den Park gehe und ihn durch die Wiesen streifen lasse. Langsam bekam ich ein schlechtes Gewissen, vor lauter Erzählungen von Wiesen und Gärten, so dass ich kurz vergaß, dass wir in einer Großstadt und noch dazu im tiefsten Winter befinden. Irgendwie konnte ich mir Louis  - auch mit der wasserdichtesten Winterhose- trotzdem nicht durch die Wiese robbend vorstellen. Aber eine Anregung ist es wert. Ich erfuhr aber noch weiterhin Interessantes. Zum Beispiel, dass mensch als alleinerziehendes Elternteil für 3 Jahre vom Jobcenter unterstützt werde. Was ich an sich keine schlechte Sache finde. Ich selbst nur könnte mir nicht vorstellen mich drei Jahre lange ausschließlich um meine Kind zu kümmern. Es schien jedoch Frau Mütze habe sich bereits darauf eingestellt. Was mir zudem neu erschien, dass sie anscheinend ihren ganzes soziales Netzwerk verloren habe, seitdem sie ihr Kind bekommen hatte. Djembespieler und afrikanische Tänzer. Nun gut – auch eine krasse Erfahrung.

Im Gegensatz dazu gibt es natürlich dann auch die Mütter, die jeden Tag ein andere Programm wahrnehmen bzw. sich freihalten wahrnehmen zu können. Die berichten einen dann vom Babyschwimmen,  Beatbabies, Babyturnen und so manch anderem. Beim Gehen schwirrte mir schon ganz der Kopf. Als ich dann eigentlich nur nochmal kurz die Toilette aufsuchen wollte kam mir ein anderer Vater entgegen und erzählte mir, dass nun sein Kind schon mit der Heizung spreche - in Hoffnung diese würde doch endlich seine Geschichte verstehen. Er knüpfte an unsere vorherige Unterhaltung an, weil sein Kind mit ausdruckstarker Gestik mir mehrmals versuchte die gleiche Geschichte auf Babysprache zu erzählen. Nur das war so ein Typ „ich bin jetzt ausschließlich Papa“ da gab es jedenfalls in den Krabbelgruppe kein Mann-und-Frau Moment mehr, sondern nur Mama von Louis und Papa von Anton. Da ich anscheinend so busy mit den Eltern und meine Sozialstudie der Krabbelgruppe war begnügte sich meiner Kleiner damit, die gesamte Küchenutensilienkiste umzuschmeißen und die anderen tollen Spielsachen zu erkunden – die anderen Babys schienen in dieses Mal wenig zu interessieren. Ich glaube er war wie seine Mama auch etwas überfordert. Wir werden wohl bei unseren zwei Kursen in der Woche und den neu und alt befreundeten Familien bleiben. Aber spannend war es schon!

Gegen das Vergessen bzw. Vorsicht vor Dämonisierung und Idealisierung

Wir wissen wie gefährlich es ist Vergleiche zu ziehen und wir wissen wie hilfreich es sein kann aus dem Vergangenem zu lernen. Gerade in unserer heutigen Zeit des aufkeimenden Faschismus (wenn das nicht zu milde ausgedrückt ist) können uns nur  durch das Erkennen und Aushalten von Ambivalenzen retten. Das Schwarz- Weiß denken bedient zu sehr unsere niederen Trieben wie archaischer frühkindlicher Enttäuschungsärger, narzisstische Kränkungswut, sowie unser Größenselbst und verzerrt schließlich unsere Realitätswahrnehmung. Die Fähigkeit und das Training von achtsamer Gefühlsreflektion ist wichtiger denn je geworden – denn die sehr subtile und doch brachiale Manipulation von außen ist nicht zu unterschätzen. Wie oben angedeutet haben wir es nicht mit Gut und Böse zu tun, sondern mit den Zwischentönen, die es gilt genauestens herauszufiltern. Die etablierten Parteien sind nicht die Guten und Trump, die AFD, der Front National, die PiS in Polen die Bösen. Mit dieser Mentalität schneiden wir uns ins eigene Fleisch. Die Medien die zunehmend zur Dämonisierung und Idealisierung neigen, zeigen uns wie stark wir gedrängt werden Ambivalenzen abzuwehren und uns den einfachen Lösungen hinzugeben. In einem Artikel von Slavoj Zizek (der in der „Zeit“ abgedruckt ist – nicht um Werbung zu machen – sondern Stichwort Ambivalenzen aushalten;-) zählt er die politischen Maßnahmen der rechtspopulistischen PiS auf, die bereits umgesetzt und in konkreter Planung sind. Da ist von Kindergeld und kostenloser Versorgung mit Medikamente der Älteren, von Reduktion des Rentenalters die Rede. Fast schon sozialistische Ansätze, die sich, die Linke, wie er schreibt, kaum zutrauen würde. Zizek geht nicht davon aus, dass die sogenannten populistischen Parteien, wenn Sie an die Macht kommen unbedingt zum Scheitern verurteilt sind, sondern dass sie uns vielmehr eine Spiegel vorhalten könnten, wie betäubt und handlungsunfähig linksorientierte Personen und Parteienzusammenschlüsse sind. In Verbindung mit Stärkung der nationalen Identität und dem Ausgrenzung und Verachtung  Menschen anderen Herkunftsländer – sind wir bei dem Wort „Nationalsozialismus“ angekommen. Und somit wären wir eben doch bei der Vergangenheitsaufarbeitung gelandet – und zum anderen braucht es anscheinend nicht immer ein kollektives Unbewusstes, was in uns weiterlebt, sondern es reicht, dass wir Menschen eben nicht nur von einem reifen Über-Ich und Ich-Ideal gelenkt werden, dass sich an moralischen Ansprüchen orientiert. Meine eigene These ist diesbezüglich, dass der Mensch im Zeitalter der Selbstoptimierung stark seine natürlichen Triebe unterdrücken muss - in Konkurrenz zur Maschine und Software in einem globalisierten Welt, wo nicht nur der/die intelligentere und geschicktere Klassenkamerad*in einen den Arbeitsplatz „wegnimmt“, sondern auch der Spezialist aus Pakistan oder Südkorea.

Mittwoch, 19. Juli 2017

Die Antwort auf ein Gefühl zu G20

Wenn jemand entscheidet, eine solche hoch umstrittene Versammlung wie G20 in die Nähe eines eher politisch in Alternativen denkenden Stadtteils zu legen, der ist entweder auf eine gewaltige Provokation aus, um gewaltsam Gelegenheit zu haben, Deutungshoheit durchzusetzen. Oder es geht schlicht um Dummheit. Angst vor der eigenen Neugier kann ja dumm machen. Wenn die Darsteller der Macht ihre Unberührbarkeit so extrem demonstrieren müssen, dass sie ihre eigenen Kleinarmeen mitbringen, dann grenzt das an rohe Gewalt.

Deutungshoheit

Freitag, 10. März 2017

Unsere Rolle im kapitalistischen System

Maschinen übernehmen menschliche Arbeit und trotzdem klagt alle Welt über Burn-out.  "Zeit" vom 26.01.2016

Bringt dies unsere paradoxe Weltsituation nicht auf dem Punkt. Wir sind bereits innerlich instrumentalisiert vom neoliberalen System und werden zum Konkurrenten der Maschinen und damit zur Maschine selbst...

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Vom Babyschock zum Gebärneid

Vor kurzem erzählte mir meine Freundin, eine froschgebackene Mutter von dem 3 Monate alten Tom, dass sie urplötzlich einen Zusammenbruch hatte. Aus Erschöpfung konnte sie gar nicht mehr aufhören zu weinen, gefolgt von Schüttelfrost und Hitzewallungen mit Schweißausbrüchen. Als selbst Schwangere in der 22 SSW war ich ganz aufgelöst von Wut und Trauer. Eigentlich war es verwunderlich, dass es so lange dauern sollte. In Erzählungen musste ich immer wieder hören, dass ihr Freund erst um 20:00 Uhr nach Hause kam und dann wohl zusätzlich drängte, dass das Kind nun aber auch schlafen müsse, so dass er sich auf seine Studien für die Ausbildung konzentrieren könne. Die Wochenenden sind desöfteren auch für die Ausbildung vorenthalten - Blockseminare in einer festen Gruppe - was soll Mann da machen?! Sehr viel meiner Meinung nach. Es macht mich sehr traurig zu erleben, dass sich in der heutigen Generation doch so wenig zu der meiner Eltern in Bezug auf Elternschaft geändert hat. Das ist natürlich auch strukturellen Bedingungen geschuldet. Über 60 % der Männer würden wohl gerne mehr Zeit in der Familie verbringen und sich um die Pflege der Kinder kümmern, lediglich 14% nehmen tatsächlich Elternzeit in Anspruch.
In dem Aufsatz "Die gespaltene Frau" von Maya Nadig, der zwar bereits 1989 verfasst wurde - mir dennoch noch sehr aktuell erscheint, beschreibt sie dass die Frau durch die Aufnahme von der Berufstätigkeit vorerst dem Mann im öffentlichen Leben gleichgestellt ist, sobald sie jedoch die Mutterschaft antritt "springt die Frau in der klassischen Rollendefinition zurück: sie versorgt den Mann, wäscht die Wäsche und kümmert sich natürlich zum größten Teil um das Kind.
Nach Nadig erlebt (wie wohl auch meine Freundin - den Erschöpfungszustand nicht außer Acht zu lassen) die Frau einen "Baby-Schock" eine tiefgreifende Krise, die Mutter kann aus zeitlichen und affektiven Gründen nicht mehr in dem Maße am öffentlichen Leben teilnehmen - und wie mir meine Freundin erklärte, stellt sie vor allem ihren Rhythmus total auf den Neuankömmling ein und verliert damit zu einem großen Teil den Bezug zu sich selbst und den eigenen Bedürfnissen. Kaplan spricht von einem endlosen Folge von Stillen, Halten, Wickeln und Baden.
Nach Nadig wird sie  "als aktives Mitglied der Gesellschaft entmündigt". Sie spricht hier von einer Spaltung zwischen gesellschaftlichen Aktivitäten und Mutterschaft. Die Mutterschaft sei zu einer individuell psychischen Leistung geworden. Demnach passiert es auch leicht, dass das Kind zum Selbstobjekt, der narzisstischen Aufwertung der Mutter missbraucht wird bzw. die Mutter viel an eigener Bedürfnisse an das Kind delegiert. Irgendwo müssen ja die erlebten Ambivalenzen und Aggression, das mangelnde Selbsterleben, der Wegbruch von Anerkennung durch Beruf und gesellschaftlichen Engagement ausagiert werden, wenn sie nicht auf andere Art und Weise verarbeitet werden können. In fast jeder der 10 Anamnesen die bereits erfasst habe und in den Erfahrungen im Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst waren das die Hauptkonflikte der Eltern - dass die Mutter in seltenen Fällen der Vater (gibt eben nicht so viele Alleinerziehende) das Kind noch in einer sehr engen symbioseähnlichen Beziehung hielt, um die Lieben und Anerkennung und den Halt zu erfahren, die es woanders nicht bekommen kann.
Dabei lehrt uns die Forschung, dass es in anderen Kulturen oder in früheren Generationen ganz anders läuft. In den südamerikanischen Bauernkulturen gewinnt die Frau durch die Mutterschaft die volle Mitgliedschaft in der Gesellschaft. Die Mutter erhält einen erweiterten Macht- und Funktionsraum in der Familie der Schwiegereltern. Die Mutterschaft bringt so größere soziale Anerkennung in der Gesellschaft und materielle Unabhängigkeit mit sich. In den ersten Monaten wird die Mutter zudem von der Schwiegermutter, Mutter und den Schwägerinnen umsorgt. Der Mann ist bei der Geburt präsent und unterstützt mit Massagen etc. Im dritten bis vierten Lebensmonat wird durch eine Zeremonie die enge Mutter-Kind-Beziehung für die Außenwelt - die öffentliche Welt geöffnet. Damit wird die Frau als Mutter mit dem Kind nicht aus dem öffentlichen Leben ausgeklammt, sondern sind ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens. Die Krise ist weitgehend aufgehoben, da es eine größere emotionale Teilnahme andere Personen gibt und die Alltagsanforderungen der Mutter aufgeteilt sind und nicht alleine auf ihren Schultern lasten. Negative Gefühle können durch kulturelle Sichtweisen (wie der böse Blick oder Naturgeister) nach außen projiziert werden und finden so eine Form der Abwehr.
Auch ich habe mich in den letzten Monaten stark mit dem Gedanken um eine religiöse Erziehung beschäftigt. Ich bin evangelisch erzogen worden - die Betonung liegt auf "erzogen" weil dies natürlich im ländlichen Bereich auch viel mit sozialer Kontrolle zu tun hat - den guten Ruf nicht zu verlieren etc. Dennoch kann ich mich weiterhin sehr mit vielen christlichen werten identifizieren - wie Nächstenliebe und Barmherzigkeit. Zudem fände ich das Leben ohne eine gewisse Spiritualität sehr karg und trostlos - ja ich denke, dies ist besonders auf Kinder bezogen ein richtiger Begriff - "der liebe Gott" hat mir in meinen jungen Jahren viel Trost gespendet. Es ist ein wenig irrwitzig, aber vielleicht auch gar nicht, dass mir gerade die Serie "Transparents" in der es um viel Neuorientierung und deswegen auch Orientierungslosigkeit und Identitätssuche geht zeigte wie viel Geborgenheit und Familienzusammenhalt religiöse Rituale geben können.
Nun weiß ich ja was ich für Sicherheitsvorkehrungen treffen muss, um nicht sogleich einer Krise ausgesetzt zu sein. Vorausgesetzt mein Mann und meine Umwelt spielt mit, was ich doch mal schwer hoffen mag.
Interessant ist, dass ich nach den ersten Wochen Schwangerschaft, in denen ich an allen nur erdenklich hässlichen Schwangerschaftsymptomen litt, mich als Schwangere eher minderwertig fühlte. Erst als meine Arbeitskolleg*innen und meine Vorgesetzte sehr positiv auf die neue Botschaft reagierten regenerierte sich wieder meine Gefühl zu mir selbst und die Freude über den wachsenden Bauch verstärkte sich. Schließlich ist so eine Schwangerschaft doch ein riesiges Abenteuer mit sich selbst, einem neuen Wesen, dem Partner und der Umwelt. Frau lernt sich selbst, jeden und alles noch einmal von einer ganz anderen Perspektive kennen. Ja und dann gibt es ja auch noch den Gebärneid der Männer auf die Frauen. Wahrscheinlich kann das so manch eine Frau und manch ein Mann nicht ganz verstehen - doch mein Partner ist einer der seltenen Personen die sich dies eingestehen kann und mir zu gerne die Schwangerschaft abgenommen hätte :-) Um damit diese lange Ausführung zu beenden - es geht also viel um "sich eingestehen" ob sich selbst, der Partner, die Mitmenschen oder eben auch die Gesellschaft.

Samstag, 27. Februar 2016

Uns in der heutigen Zeit ferne Worte

"Um menschlich zu handeln", schreibt Butler, "muss man seine Souveränität einbüßen" und dem Anderen offen und einfühlsam begegnen.

Freitag, 16. Oktober 2015

Der oder die Eine

Soll ich nun wieder an das Schicksal glauben und an die Entscheidung zur Liebe nach Fromm...oder verirre ich mich auf meinen nichtendenden wollen Weg nach Perfektion. Ich habe heute wieder S. getroffen, meinem Sprachtandempartner. Schon vor einer Woche hat er mich mit seinem simplen Satz "get a baby" und seiner menschlichen Klarheit aufgerüttelt bzw. eher beruhigt. Ja, wahrscheinlich ist es tatsächlich so einfach. Mit 30 in einer 8-jährigen Beziehung habe ich wohl den Zeitpunkt verpasst ein Kind zu bekommen, so dass ich mich nun Frage, ob ich diese Beziehung überhaupt noch will, weil sie sich nur um sich selbst dreht. Die Verliebtheit und der rosa Schein sind verblast, zum Vorschein kommen die unschönen Seiten des anderen die ich zwar schon kannte, doch die einen mit den Jahre immer mehr auffallen. Ich war verblüfft von S. Offenheit mir gegenüber. Er kommt aus Pakistan, hat studiert, in Deutschland seinen Master gemacht und schreibt jetzt an seiner Dissertation.  Seine bevorzugte Marke ist Tom Taylor, wie ich heute erfahren durfte, d. h. er kleidet sich sportlich modisch und trägt eine Brille, die ihm einen smarten Touch verleiht. Nicht zu vergessen es ist ihm wichtig, einen durchtrainiert Bauch zu haben. Dieser junge Mann wird in ungefähr einen halben Jahr heiraten. Eine Heirat die von seinen Eltern arrangiert ist. Die Frau wird aus dem Familienkreis stammen, höchstwahrscheinlich eine Cousine. Er und die Frau können die Wahl ablehnen oder jemanden anderen vorschlagen. Es hörte sich jedoch mehr danach an, dass er der Wahl seiner Eltern im Respekt vor Ihnen vertrauen wird. Dies ist der eine Teil der Geschichte - wir haben uns lange in der dunkelsten Ecke des Oberberg Café´s unterhalten, als wir merkten dass wir den sonnigen Herbsttag verpassen und uns schließlich gen untergehender Sonne in den Weinmeisterpark setzten. Ich ließ mich von seinem Zeit haben, Zeit nehmen - einer Struktur wie Zeit keine Wertigkeit zu geben anstecken. Es war schön im hier und jetzt nichts darstellen zu müssen, sondern einfach nur zu sein und Grashalme zu zupfen und zu hören wie mensch indisches Essen zubereitet. Buuh jetzt komme ich vom Thema ab. Okay, die Cousinenverheiratung in den nächsten Monaten hat mich bei einem weitgereisten jungen Menschen überrascht. Nur was mich sprachlos machte und ich kaum glauben konnte war, dass S. weder eine Beziehung noch Geschlechtsverkehr mit 29 Jahren hatte. Ich schwanke zwischen Mitleid und beeindruckt sein. Sich ohne größere Probleme aufzusparen für eine Frau mit der man bis ans Ende seiner Tage verheiratet sein wird. Was für ein Statement in der heutigen westlichen kapitalistischen Welt. Ich entgegnete, dass eine Beziehung mit einem Menschen einzugehen, doch eine sehr besondere Art der Begegnung sei und dass mensch auf diese Weise auch besser kennenlernen kann, was er bzw. sie möchte oder nicht möchte. Er widersprach, dass er dadurch immer wieder  seine Freundin mit der vorherigen Partnerin vergleichen würde und somit nie zufrieden wäre. Leider ist das auch irgendwie eindeutig. Die Zuspitzung dessen drückt Eva Ilouz mit Ihrer Analyse der Partnerschaftsbörsen im Internet aus. Die Wahl wird zur Qual und zur Selbstinszenierung, ein ewiges vergleichen und verglichen werden.

Donnerstag, 24. September 2015

Erste Erklärungen zum Penisneid

In meiner Gedankenwelt ist alles so berauschend, spannend und klug. Deswegen ist die Angst umso größer es auszusprechen oder gar zu Papier zu bringen – da es dann auf einmal Nichtig und klein wirken könnte

Ich sehe den Penisneid darin begründet, da dass Mädchen schon frühzeitig in der Familie/Gesellschaft erfährt, dass ein Junge mehr wert ist, erstrebenswerter und mehr Aufmerksamkeit erhält.
Dadurch drängt sich dem Mädchen die große Frage nach dem Warum auf, die sich durch ein Mehr an einem Körperteil begreiflich im Kindessinne erklären lässt.
Die Mutter sieht die Geburt eines Junges auch heute noch oft als eine narzisstische Aufwertung ihrer selbst. Dies bekommt auch die ältere Tochter zu spüren.

Einen Penis kann der Junge herzeigen, vergleichen und in Konkurrenz mit treten. Wahrscheinlich kommt er auch durch das nach Außen racken des Körperteils schneller zur Erkundung  und damit der Entdeckung der Stimulierfähigkeit.


Würde dies bestätigen, dass der Mann biologisch besser ausgestattet ist als die Frau und daher auf natürliche Weise mehr Wert.

Wenn das Mädchen nicht sogleich erkennen müsste, dass sie nicht gleichwertig mit dem Jungen gesehen und behandelt wird, würde sich auch nicht die unnötige Frage nach dem Warum entstehen. Junge und Mädchen wären lediglich anatomisch unterschiedlich, was der Lustbefriedigung bzw. der Fortpflanzung ganz dienlich scheint.

Als Ausgleich erkennt das Mädchen ihre Aufwertung darin, dass sie erfährt, dass lediglich Frauen Kinder kriegen können und wertet die Frau als Mutter und Trägerin des Kindes in ihrem Leib stark auf.

Dies führt bei der modernen Frau zum Konflikt. Sie will sich als Frau nicht auf das Kinderkriegen reduzieren lassen, aber gleichzeitig handelt es sich bei der Schwangerschaft und dem neuen Leben gebären, um eine Fähigkeit die dem Mann nicht zu Teil wurde.

Narziß und Goldmund

Jedes Leben wird ja erst durch Spaltung und Widerspruch reich und blühend. Was wäre Vernunft und Nüchternheit ohne das Wissen vom Rausch, was wäre Sinnenlust, wenn nicht der Tod hinter ihr stünde...

Freitag, 31. Januar 2014

Psychoanalytische Erklärung von Rassismus

Ausschnitt aus  "Die Geschichte vom weißen Zebra - oder: Seelische Ursprünge des Rassismus"

von Thomas Auchter

In diesem Sinne verstehe ich eine übermäige Fremdenangst ("Xenophobie") und den Fremdenhass als Symptome, als Ausdruck einer Störung der narzisstischen Regulation im Sinne einer solchen Spaltung.
Meine Hauptthese lautet dementsprechend: übermäige Fremdenangst und Fremdenhass sind aus psychoanalytischer Sicht Produkte oder Symptome einer Störung des narzisstischen Regulationssystems, mit anderen Worten einer massiven Gefährdung oder Kränkung des Selbst- bzw. Selbstwertgefühls. Daraus resultiert psychologisch betrachtet der Rassismus. Fremdenfeindlichkeit und Rassismus stellen einen auf sozialer Ebene missglückenden Versuch einer Reparation von beschädigtem Narzissmus dar - durch Externalisierung und Projektion des "eigenen fremden Bösen". Dies ist auf der subjektiven, d.h. narzisstischen Ebene jedoch eine zum gegebenen Zeitpunkt "bestmögliche" und damit vorübergehend "erfolgreiche" Bemühung einer Selbst-Heilung. Da die narzisstische Wunde aber auf diese Weise nicht dauerhaft zu schließen ist, kommt es zu ständig neuen und schließlich immer monströseren Bemühungen um Selbst-Stabilisierung. Mit anderen Worten: "Der Wahn der Fremdenfeindlichkeit beziehungsweise des Rassismus macht (unbewusst) einen Sinn! " - "Wahn-Sinn".

Schon Blaise Pascal vermerkte im 17. Jahrhundert: "Niemals tut man Böses so vollkommen und freudig, als wenn man es im Einklang mit seinem Gewissen tut".

Sonntag, 11. August 2013

Anbieternde Porno Gewalt

Ich bin kurz davor bestimmte Portale einfach nicht mehr zu betreten. Ich bin so angewidert von diesen scheiß Fick-Porno-Gewalt - Ads - die einem ständig vor die Nase gerieben werden. Ich könnte kotzen. Einmal ist mensch noch geduldig und erträgt es, sieht es vielleicht mit angewiderten Neugierde an und denkt sich "krass, das muss ja wehtun" (körperlich und im Kopf bei den Leuten, die drauf stehen) aber mehrmal macht es echt aggressiv. Das ist pure Gewalt und vor allem muss es uns jegliche erotische Phantasien rauben. Ich möchte wieder erotische Pornos im Fernsehen ab 00:00 Uhr nachts und Teile in der Videothek, die wir uns lange nicht trauten zu betreten. Mich gruselt der Gedanken, dass dies ein Großteil der Männer anturnend finden muss. Ich kriege richtig Angst bzw. Mitleid. Diese Phantasie die Frau als unterwürfige Sklavin - was müssen Männer für eine Wut haben bzw. was für eine wird produziert. Parallel höre ich dass wir immer weniger Sex haben. Da stimmt doch irgendwas nicht.