Donnerstag, 27. Juni 2013

Le refuge de Francois Ozon

Isabelle Carre´ - ich bekomme Sie nicht mehr aus dem Kopf. Das liebe ich am Französischen Film. Er schafft es die Stimmungen einzufangen, die einen auch nach dem Ende des Films nicht mehr loslassen. Dieser verstörte und doch starke Charakter bleibt hängen und beschäftigt mich fast länger als die Geschichte, die aber natürlich mit diesem verstrickt ist und daher erst seine Bedeutung gewinnt.

Montag, 24. Juni 2013

Cat Power Trotzphase

Wo ist meine Cat Power geblieben? Evtl. auch meine Illusion von Cat Power. Jedenfalls hat sich die Musik, sowie das Aussehen in den letzten Jahren geändert hat. Ich versuchte auf dem gestrigen Konzert trotzdem Spaß zu haben. Trotz irgendwelche aufgeblasener älterer Typen die ihre Weibchen vor dem "großen" Mädchen schützen mussten. Ich habe mir beim Beginn in der Masse (wohlgemerkt) vor Ihnen gestellt und meine "Abfuhr" bekommen. Nur hatten sie nicht mitgekriegt, dass es noch keine festgelegten Stehplatzzonen gibt. Jedenfalls habe ich dann Cat Powers Stilschwankung übernommen und mir Sex, Drugs und Schiefe Töne zu eigen gemacht.... und dennoch zum absoluten Trotz ein altes Lieblingslied..Bathysphere.

Soviel Idealismus in Zeiten des Kapitalismus


Eigentlich haben wir schon verloren - wie wollen es nur nicht wahrhaben. Dies bezeugt Serge ein guter Freund meines Mannes und SAP Mitarbeiter. …und ich glaube auch meine Kollegin Anita. Indem sie dies denkt, hat das wie eine ambivalenten linken Nachdruck.  Vielleicht zeugt es auch vom Mut sich der Realität zu stellen und sich nicht in der Illusion zu verlieren noch gegen den Kapitalismus kämpfen zu wollen, den wir schon längst leben. Ich weiß nicht, ob ich so stark bin mir dies einzugestehen. Ich war schon immer bis an das äußerste Idealistisch und kämpferisch - vielleicht auch immer ein bisschen durch die rosarote Brille - weil ich so zu den Guten gehöre will oder ich weiß nicht. Manchmal nerven mich meine Moralpauken selbst und ich versuche schon angestrengt im Sinne der Erkenntnistheorie zu argumentieren.
Dennoch möchte ich mich mit meinem Handeln wohl fühlen - auch wenn ich nicht unbedingt eine gerechte Form des Sozialismus damit auslöse.  Doch  das ist gerade die Herausforderungen - in dieser Scheinrealität seine eigene Identität zu erhalten. Vor ein paar Jahren noch wusste ich nicht was eine damaliger Freund damit meinen könnte, dass es bereits wichtig ist, dass wir ein Bewusstsein haben was geschieht und kritisch darüber denken. Für mich stand immer das Handeln im Vordergrund. Typisch „we are the blind youth“. Wenige Jahre bzw. Monate später musste ich selbst erkenne wie gerne sich junge StudentInnen und engagierte Menschen in einen blinden Aktionismus werfen und nicht merken, dass dieser von anderen durch Manipulation missbraucht wird.
Irgendwie mag ich diesen Ärger in mir und doch fällt es mir mit meine fast 30 Jahren noch schwer in zu kanalisieren.

Samstag, 25. Mai 2013

London ist wie immer weiter

Dieses Signal sollte in jedem Fußballstadion gegeben werden.  Rassismus im Fußball ist leider Alltag und wird viel zu wenig bekämpft.


Afrika Ist Keine Wildnis! „The Big Five!“ - Kampagne Des BMZ Reproduziert Kolonialrassistisches Afrikabild - AfricAvenir International

Genialer Gegenentwurf zur kolonialrassistischen Kampagne des Bundesministerium für Entwicklung - Ich habe mich letztens sehr erschrocken so ein rückständiges Plakat im erdrückend großen Format an der S-Bahn Neukölln zu entdecken. Dass sich soetwas unreflektierte und berechnente Hilfsorganisationen leisten ist das eine, aber ein Bundesministerium muss sich schämen!!! Kolonialistische Kackscheiße!


 


PM: Afrika Ist Keine Wildnis! „The Big Five!“ - Kampagne Des BMZ Reproduziert Kolonialrassistisches Afrikabild - AfricAvenir International

Mittwoch, 15. Mai 2013

Freundschaftsdienst

Gibt es so etwas furchtbar altmodisches eigentlich noch? Ja, aber die Menschen die es verstehen diese wahrhaften Freundschaften zu führen werden immer seltener. Leider musste ich in den letzten Tagen merken, dass ich Freundschaftdienste bei Freunden leisten, die selbst nicht auf die Idee kämen, dass soetwas eine gute Freundschaft ausmacht. Die mir ins Gesicht sagen, dass sie sich ernsthaft diesen Stress jetzt nicht auch noch geben. Zuerst war ich baff und konnte nicht glauben, dass dies aus ihrem Munde kommt...nur bei längerem Nachdenken waren diese Aussagen gar nicht mehr so abwägig. Abwägig ist nur, dass genau diese Menschen sich immer beklagen, warum sie kaum enge Freundschaften haben, warum sie nicht angerufen werden, ob jemand was mit Ihnen unternimmt. Sehr schade! Nur jetzt liegt es bei mir damit umzugehen.

Neuköllns beste Mittagsstuben Teil 1: Kindle Stuben

Neuköllns aufstreben muss ja auch was gutes haben... außer überteuerte Mieten. Ich teste nun Neuköllns neuen Kneipen- und Caférausch auf die Mittagspausen-Tauglichkeit.
Vor ein paar Tagen war ich in der Kindl Stuben. Ich wusste nicht, dass sie dort bereits mittags offen haben,  kenne sie nur von wilden Geburtstagspartys. Jedenfalls saß ich mich an die Sonnenallee, genoß das Treiben und die Linsensuppe. Gerade in der Kindl Stuben bekam ich die langersehnte Suppe. In den anderen Cafés gab es leider nur Ciabatta, Pannini, Toast, Foccacia und wie sie alle heißen. Die Bedienung war auch ausgesprochen nett und mein kurzer Ausflug während des Wartens in den arabischen Laden glich einer Weltreise. Ich werde wohl öfter mal vorbeischauen...zumindest wenn ich Lust auf einen leckeren Linseneintopf mit Gemüse habe.